Große Spieler

Bei TuS stand die Wiege großer Fußballer

Noch bevor die Brüdern Klaus und Thomas Alloffs das Licht der Welt erblickten, gab es schon einen Nationalspieler aus Gerresheim:

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Willi Wigold

Der Halbrechte, dessen Elternhaus auf der Benderstraße in Gerresheim stand, spielte für den Rasensport von 1908, einem der Gründungsvereine von TuS.
1932 wechselte er im Alter von 21 Jahren zu Fortuna Düsseldorf. Er spielte dort in den Dreißiger Jahren zusammen mit Paul Janes, Jakob Bender, Stanislaus Kobierski und Ernst Albrecht und wurde mit der Mannschaft ein Jahr später, am 11. Juni 1933 durch einen 3:0 Sieg gegen den FC Schalke 04 in Köln deutscher Fußballmeister.

Willi Wigold galt zusammen mit Paul Janes als die großen Schweiger innerhalb der Mannschaft, sie ließen lieber Taten statt Worte folgen.

Mit der deutschen Nationalmannschaft schaffte er zwar die Qualifikation für die Fußball-Weltmeisterschaft 1934 in Italien, wurde aber für die Weltmeisterschaft nicht nominiert.
Insgesamt absolvierte er vier Länderspiele unter Reichstrainer Otto Nerz und erzielte dabei drei Treffer.

Seinen ersten Einsatz hatte er am 4. Dezember 1932 beim 0:2 gegen die Niederlande.

In seinem zweiten Einsatz am 22. Dezember 1933 beim 8:1 gegen Belgien schoss er seine ersten zwei Tore in der 47. und 56. Minute. Das letzte Mal spielte er für Deutschland am 11. März 1934 beim 9:1 in Luxemburg wo er auch sein letztes Tor schoss.

Willi Wigold kam als Obergefreiter im Zweiten Weltkrieg am Ilmensee in Russland ums Leben.

Quelle: Detlef Becker

 

Große Fußballer
V.l.: Gerd Wünsche, Thomas Allofs, Klaus Allofs und Demir Hotic

Klaus Allofs

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Der am 5.12.1956 geborene Gerresheimer ist einer der erfolgreichsten Stürmer Deutschlands.
Nach seiner Jugendzeit bei TuS Gerresheim spielte er bei Fortuna Düsseldorf, 1.FC Köln, Olympique Marseille, FC Girondins de Bordeaux und SV Werder Bremen, dessen sportlicher Direktor er nun ist. Er wurde 1980 Europameister und EM Torschützenkönig, Vizeweltmeister 1986, französischer Meister 1989 und Pokalsieger 1989 mit Olympique Marseille, Deutscher Meister mit Werder Bremen 1993, Europapokalsieger der Pokalsieger 1992 mit Bremen, DFB- Pokalsieger 1979, 1980 mit Fortuna Düsseldorf und Bundesliga-Torschützenkönig 1979 und 1982.

Bei seinen 424 Bundesligaspielen schoss er 177 Tore und in der Nationalmannschaft traf er bei 56 Einsätzen 17 mal.

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Stehend v.l.: H. Wiethölder, F. Billinger, U. Zurlinden, W. Mattern, G. Naumann, K.H. Hackspiel, K. Allofs, G. Schwidden, Kekeler, E. Basta.

Sitzend v.l.: A. Ziegler, U. Koch, H.W. Ziegler, M. Anders, U. Weigand, U. Lebrecht und R. Ems

Thomas Allofs

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Auch die Karriere des drei Jahre jüngeren Thomas Allofs begann in der Jugend bei TuS
Er absolvierte insgesamt 378 Spiele in der Bundesliga und schoss dabei 148 Tore. Seine Stationen waren Fortuna Düsseldorf, 1.FC Kaiserslautern, 1.FC Köln sowie wieder Fortuna.

Er wurde in der Saison 87/88 mit 17 Treffern Torschützenkönig. Thomas Allofs kam 1985 gegen Portugal und 1988 gegen die Sowjetunion zu 2 Einsätzen in der Nationalmannschaft.

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Gerd Wünsche

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Ebenfalls bei TuS in der Jugendabteilung begann die Laufbahn von Gerd Wünsche.
Nach seinem Wechsel zu Fortuna Düsseldorf kam er in der Zeit von 1966-67  zu 22 Bundesligaeinsätzen.
Nach Beendigung seiner Profilaufbahn wurde er, mit Zwischenstopp bei TuRa Büderich, 1972 erstmals Trainer von TuS.
Er blieb bis 1975 und schaffte 1973 den Aufstieg in die Bezirksliga.
In der Zeit von 1979-82 sowie zwischen 1988-91 trainierte er ebenfalls die Lila-Weißen und schaffte 1989 wieder den Aufstieg in die Bezirksliga.

Demir Hotic

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Der 1962 geborene Bosnier spielt während seiner Jugend von 1974 bis 1979 bei TuS Gerresheim.

Seine erfolgreichste Zeit als Spieler und maßgeblichen Anteil am Gewinn des DFB-Pokals 1989/90 und der deutschen Meisterschaft 1991 hatte er beim 1. FC Kaiserslautern. Hotić blieb bis zur Saison 1993/94 in Kaiserslautern und spielte danach noch bei Fenerbahçe Istanbul, den Stuttgarter Kickers und bei Yverdon-Sport FC, wo er seine Profikarriere 1995 beendete. In seiner Trainerzeit bei TuRU Düsseldorf von 2002 bis 2005 stieg der Verein von der Landesliga bis in die Oberliga Nordrhein auf.

Demir kam auf insgesamt 134 Bundesligaspiele und schoss dabei 36 Tore und erzielte 46 Tore in 197 Zweitligaspielen.