Vereinsgründung

Im August 1908 gründeten August Schneider, Herbert Heinze, Konrad Skrentny, Emil Gundlach und von der Kitt aus dem wilden Sportverein Britannia die Urania 08.
Sie schufen damit die Grundlage, dass der Fussball in Gerresheim populär wurde.

Der erste Weltkrieg unterbrach jäh alle sportlichen Aktivitäten. Nach dem Krieg schlossen sich die Spieler unter dem Namen Germania dem Turnverein der Glashütte an.
Bereits 1919 trennten sich mit Anton Melcher, Friedrich Kempin, Weidmann und Lappe an der Spitze die Fussballer wieder vom Turnverein und gründeten den unabhängigen Verein

Rasensport 08

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Die ersten verantwortlichen Männer waren Paul Liethen, Fritz Wenzel, August Stein und Willi Esser.
Schon 1920 erreichte man nach einem Entscheidungsspiel auf dem BV 04 Platz gegen den Sportverein 04 die zweite Spielklasse.
Damit begann der Aufschwung. Im Jahre 1927 gelang der Mannschaft dann mit Graynert, Krause, Leisten, Schwickart, Noack, Marquart, Heiden, Dünschede, Piasetzki, Kempf und Tureck die Meisterschaft und damit den Aufstieg in die höchste Klasse.
In dieser Zeit spielte man gegen die stärksten Düsseldorfer und auswärtigen Mannschaften. Man brauchte sich vor keinem Gegner zu verstecken. Damals konnten die Violetten jeden Gegner schlagen und waren eine von Allen gefürchtete Mannschaft.
Aber schon 1933 begann der Rückgang.
Damals wie Heute bestimmte das Geld den Lauf der Dinge. Und so wanderten viele erstklassige Spieler ab. Mayer und Radtke gingen nach Hannover, Wiegold nach Fortuna und wurden dort Nationalspieler. Dopp wechselte nach DSC 99 und Graynert verließ Deutschland.
Bis zum Jahre 1945 spielte die Mannschaft unter Leitung von Willi Lippert, Fritz Wenzel und Karl Manske in der 2. und 3. Spielklasse.

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Entnommen wurde dieses Bild dem Sammelbilder-Album
„Kurmark Cigaretten Sport-Wappen I Fussball“,
das die erstklassigen Vereine der Spielzeit 1930/31 aufführte

 

Ebenfalls erfolgreich war der zweite Gründungsverein:

Freie Turnerschaft 1901

Freie Turnerschaft_01_2

Freie Turnerschaft_02_1

Die dem Arbeitersport angehörende Freie Turnerschaft war insbesondere in den Jahren von 1924-1929 sehr erfolgreich.
So gewann man 1924-25 die Nordwestdeutsche Meisterschaft.
Erst im Halbfinale um die Deutsche Meisterschaft scheiterte man an Stern Breslau mit 1:3.

Hier noch einmal die Mannschaftsaufstellung:

Walter Manns, Walter Lippert, Max Hessmann, Leo Balczerac, Willi Mollenhauer, „Zottel“ Heydn, Paul Kark, Janni Bilitzki, August Götzinger, Ernst Amerding und Emil Gondlack.

Nachdem im zweiten Weltkrieg der Spielbetrieb über lange Strecken geruht hatte, schuf man 1945 noch in den Nachkriegswirren mit frischem Mut und der Einsicht, dass es drei Vereine in Gerresheim schwer haben werden, einen Großverein.
Aus den Vereinen RASENSPORT 08, SV GLASHÜTTE und FREIE TURNERSCHAFT schuf man die Turnund Sportgemeinschaft Gerresheim und Glashütte
mit den Abteilungen Fussball, Handball, Boxen, Ringen, Tischtennis und Schach.

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